Wohnraum, Büros, Hotel und IT: Das ehemalige Gelände der Ruhrkohle AG am Shamrockring in Herne soll in ein paar Jahren eine andere Nutzung erfahren. Koschany + Zimmer Architekten KZA haben den Auftrag bekommen, einen Masterplan für den neu entstehenden Shamrockpark zu erarbeiten – gemeinsam mit dem Büro Kohl:Fromme aus Duisburg.

Auftraggeberin der Architekten ist die Essener Fakt AG. Sie hat das zehn Hektar große Gelände gekauft und plant, es zu einem modernen Wohn- und Geschäftsquartier umzubauen. In der historischen Mulvany-Villa übergab RAG-Chef Bernd Tönjes das Areal am Mittwochabend symbolisch an den Vorstandsvorsitzenden der Fakt AG, Hubert Schulte-Kemper.

„Team mit hoher Reputation“

Mit dabei waren die Geschäftsführer der Architekturbüros KZA und Kohl:Fromme – „ein Team, das eine hohe Reputation hat“, wie Hubert Schulte-Kemper betonte. In einem Workshop-Verfahren werden Mitarbeiter beider Büros ein städtebauliches Konzept für das Areal erarbeiten.

Erste wichtige Themenfelder sind bereits vorgegeben. „Wir wollen nichts abreißen“, betonte Schulte-Kemper mit Blick auf die bestehenden 50.000 Quadratmeter Bürofläche. Er hat die Vision, das Gelände zu einer „Stadt in der Stadt“ mit internationaler Strahlkraft auszubauen – für Start-Ups, Unternehmen und Investoren aus dem Ausland.

E-Mobilität und Digitalisierung

Die Themen E-Mobilität und Digitalisierung werden in den Planungen einen hohen Stellenwert einnehmen. Und auch Senioren und Familien kommen zum Zug – durch Wohnangebote für alle Generationen und kostengünstige Reihen-Miethäuser, so die Idee.

Der Umzug der RAG auf die Zeche Zollverein in Essen erfolgt bis Ende 2019; die Bestandsgebäude werden von der Fakt AG genutzt oder vermietet. Voraussichtlich im Frühjahr legen die Architektenteams erste Ideen für die zukünftige Nutzung des Shamrockparks vor.

Fotos: Fakt AG