Falls sich jemand fragt, was er oder sie mit seiner schönen Urlaubszeit, zum Beispiel in Dänemark, anfangen kann, dem kann ich einen Abstecher ins LEGO House in Billund sehr ans Herz legen. Nicht nur für Architekturinteressierte ist dieses Gebäude im 1:1-Maßstab der berühmten Legosteine eine Augenweide, auch für die Kleinen gibt es jede Menge zu entdecken.

Schon von außen fällt das von dem namhaften dänischen Architekturbüro BIG konzipierte Gebäude im Vergleich zu den benachbarten Wohnhäusern auf.

Genau an dieser Stelle wurde zu Beginn der Lego-Ära der erste Stein erfunden, heißt es. Die Fassade des Legogebäudes zieren scheinbar überlebensgroße, aufeinander gesteckte, weiß glänzende Bausteine. Auch die Dächer des Lego-Hauses sind begeh- und erlebbar. So erhält man schon von außen einen Eindruck in die vielfältige Legowelt.

Eine ausführliche Dokumentation vom Entwurf bis zur Realisierung des Projektes findet man dazu auf Netflix – ebenfalls sehr empfehlenswert.

Im Inneren des Gebäudes taucht man sofort in das Baukastenprinzip ein und wird erst wieder davon losgelöst, wenn man das Haus verlässt. So findet man an jeder Sitzmöglichkeit zum Beispiel integrierte Boxen mit Hunderten von Legosteinen zum Losbauen.

Weiter geht es durch verschiedene Themenwelten, in denen man neben der Ausstellung von Legomodellen und -welten selbst aktiv werden kann. Nach und nach kann virtuell die eigene Lego-Vitrine gefüllt werden. Sogar ein Kurzfilm kann gedreht und später zuhause angeschaut werden.

Zwischen all den Eindrücken und Abenteuern kann im Restaurant eine kurze Pause eingelegt werden. Das Restaurant ist aber kein gewöhnliches, denn das Gericht baut man, wie soll es auch anders sein, ebenfalls mit Legosteinen individuell zusammen. Dieses wird von zwei unterhaltsamen Robotern selbstverständlich in einem Legostein serviert.

Das Eintauchen in dieses Lego-Gebäude ist wirklich ein Erlebnis wert. Auch in der Architektur stecken jede Menge schöner Details, sodass die Konzeptidee von Anfang bis Ende erlebbar bleibt. Sowohl die Abfolge der Ausstellungen als auch das Interieur geben einem das Gefühl, tatsächlich in einem selbst gebauten Legohaus zu stehen.