Energetische Sanierung der Carl-Funke-Schule
Gebäudedaten:
Standort: Essen-HeisingenPlanung / Baubeginn: 2009
Fertigstellung: 2009
Nutzung: Schulgebäude
Bauherr:
Stadt EssenEnde Juli 2010 konnte der KZA Projektleiter Hans Protsch verkünden: “Wir sind fertig. Die energetische Sanierung der 2500 Quadratmeter großen Essener Carl-Funke-Schule ist abgeschlossen.“ Im Jahr 2009 startete das Architektenteam von KZA im Auftrag der Immobilienwirtschaft der Stadt Essen mit der Sanierung der Grundschule am Baderweg in Essen-Heisingen. Zunächst galt es, das 1966 durch das Hochbauamt der Stadt Essen errichtete Gebäude zu untersuchen und die einzelnen Bauteile nach ihrem Energie- und Wärmeverlust zu bewerten.
Zur Verbesserung der Lernatmosphäre bei gleichzeitiger Energieeinsparung erhielt die Fassade ein Wärmedämmverbundsystem, das Dach wurde gedämmt und neue Fenster eingebaut. Zusätzliches Plus: auf das sanierte Dach konnte zusätzlich eine Photovoltaik-Anlage montiert werden. Für die Grundschüler und ihre Lehrer statteten die planenden Architekten die Fenster der Südseite zudem mit einem Sonnenschutz aus. Sie reduzierten damit den Wärmeeinfluss im Sommer und gewährleisteten gleichzeitig Blendfreiheit für ungestörtes Lernen. „Um den Schulbetrieb nicht zu stören, haben wir die wesentlichen Bauaufgaben in den Ferien durchgeführt“, so Henning Fischer, verantwortlicher KZA Bauleiter. Die energetische Sanierung erfolgte sowohl nach Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung EnEV 2009 sowie den Vorgaben der Stadt Essen. Eine Einsparung von rund 30 Prozent des Energieverbrauchs ist das Ergebnis der Sanierungsmaßnahme.
Neben den energetischen Faktoren berücksichtigte KZA auch die architektonischen Qualitäten des Baus. „Die Carl-Funke-Schule ist ein typisches und schönes Beispiel für die Architektur der 1960er Jahre. Wir wollten diese klare Strukturiertheit der Fassade erhalten, ein von der Immobilienwirtschaft der Stadt Essen begonnenes Sanierungskonzept fortführen und die Schule gleichzeitig energetisch fit für die Zukunft machen“, fasst Wolfgang Zimmer, geschäftsführender Partner von KZA, die Bauaufgabe zusammen. Das hellgelbe Wärmeverbundsystem der beiden Hauptbaukörper wird durch eine rote „Trespa“-Fassade der Nebenräume verbunden. Sie ist heute verbindendes Elemente des Schulgebäudes. Ein eigens für dieses Projekt entwickeltes Farbkonzept schafft zudem die nötige optische Strukturierung der gedämmten Fassadenflächen und Betonstützen.
KZA Projektleitung:
Dipl.-Ing. Architekt (FH) Hans Protsch
KZA Projektteam:
Bauzeichner Harald Bluhm
KZA Bauleitung:
Dipl.-Ing. Architekt (FH) Henning Fischer
