Energetische Sanierung Gertrud-Bäumer-Realschule

Gebäudedaten:

Standort: Essen-Altenessen
Planung / Baubeginn: 2009
Fertigstellung: 2011
Nutzung: Schulgebäude
Fläche: Schulgebäude 6300 m² | Turnhalle 930 m²

Bauherr:

Immobilienwirtschaft der Stadt Essen

Im Auftrag der Immobilienwirtschaft der Stadt Essen startete 2009 die energetische Sanierung des aus den 1960er Jahren stammenden Gebäudeensembles der Gertrud-Bäumer-Realschule in Essen-Altenessen. Das an der Grünstraße gelegene, rund 6.300 Quadratmeter große Schulgebäude und seine 930 Quadratmeter messende Turnhalle sollten gemäß der geltenden Energieeinsparverordnung EnEV 2009 modernisiert werden.

Zunächst stand eine Untersuchung und energetische Bewertung der einzelnen Gebäudeteile an. Dem vorhandenen Budget entsprechend galt es, die energetisch wirksamsten Maßnahmen umzusetzen. „Im Schulgebäude haben wir so sämtliche Dachflächen saniert und entsprechend der heutigen Anforderungen wärmegedämmt. Es konnten auch alle Fassaden mit einem Vollwärmeschutz ausgestattet werden“, berichtet Dietmar Neß, verantwortlicher KZA Projektleiter. Eine Verbesserung der Bauteilwerte um rund 70 Prozent ist das positive Fazit der 2011 abgeschlossenen Schulsanierung.

Hinsichtlich der Material- und Farbwahl orientierte sich die Modernisierung deutlich an der Bestandssituation. Das nahezu vollkommen erhaltene historische Gesamtbild der Schule aus den 1960er Jahren sollte sich auch im Erscheinungsbild des sanierten Umbaus widerspiegeln. „Es darf nicht zur Regel werden“, betont Wolfgang Zimmer, geschäftsführender Partner von KZA, “dass ein Bauzeugnis seiner Zeit durch das kritiklose Einpacken mit einem Wärmedämmverbundsystem verloren geht. Es ist unser Anspruch als Architekten, trotz der erforderlichen Wärmedämmung die architektonischen Qualitäten der Außenhülle zu erhalten“. Angelehnt an die Altbausituation wählte das KZA Team so Klinkerriemchen als Außenwandbekleidung der vorhandenen, wärmegedämmten Klinkerfassaden, ein Wärmedämmverbundsystem in Hellgrau für die ehemals in Stahlbeton erstellten Fensterumrandungen und Fliesen in Hellgelb für die Fensterbrüstungen.

Ziel war es zudem, die Turnhalle nahezu vollständig gemäß der Energieeinsparverordnung EnEV 2009 zu überarbeiten. „Entsprechend haben wir die Glasbausteinwände der Turnhalle abgerissen zugunsten einer neuen Massivwand mit großen, horizontal strukturierten Fensteranlagen, die die Außenwand wie auch die gesamte Turnhalle deutlich aufwerten“, erklärt Ulrich Behrend, verantwortlicher Bauleiter des KZA Teams. Auch die Dachflächen und Fassaden der Turnhalle erhielten einen neuen Wärmeschutz. Die Umbauarbeiten erfolgten im laufenden Betrieb und unter Hochdruck, denn Ziel war es, den Schülern und Lehrern bereits im Winterhalbjahr 2010 Unterrichtseinheiten in modernisierten Räumen zur Verfügung stellen zu können.

KZA Projektleitung
Dipl.-Ing. Architekt (FH) Dietmar Neß

KZA Bauleitung
Dipl.-Bauing. Ulrich Behrend