Energetische Sanierung Maria-Wächtler-Gymnasium
Gebäudedaten:
Standort: Essen-RüttenscheidPlanung / Baubeginn: 2009
Fertigstellung: 2011
Nutzung: Schulgebäude und Pausenhalle
Fläche: 6000 m²
Bauherr:
Immobilienwirtschaft der Stadt EssenIm April 2011 wurde die durch KZA sanierte Pausenhalle des Essener Maria-Wächtler-Gymnasiums an der Rosastraße in Rüttenscheid eingeweiht. „Die Pausenhalle ist nach der Sanierung nicht wiederzuerkennen: Aus einer maroden Stahlhalle wurde ein lichtdurchfluteter Aufenthaltsraum mit besonderer Qualität“, betont Hans Protsch, KZA Projektmanager. Das Team konnte die vorhandene Stahlkonstruktion nachhaltig nutzten, ergänzte sie jedoch um ein komplett neues Fassadenkonzept aus Mauerwerk, Dämmung und Trespa-Platten sowie einer großzügigen Verglasung. Für die energetische Sanierung entwickelte die Projektarchitektin Nina Bendler ein Farb- und Gestaltungskonzept, dass von Lehrern, Schulleitern, Schülern und Eltern ausdrücklich gelobt wurde. „Als Schulleitung des Maria-Wächtler-Gymnasiums waren wir begeistert von der hohen Professionalität und der persönlichen Betreuung des Büros KZA“, sagt Elmar Prinz, Schulleiter des Gymnasiums. “Die Architekten haben uns vorbildlich beraten, unsere individuellen Ansprüche und Bedürfnisse aufgegriffen, diese präzise umgesetzt und alle Wünsche schnell und zuverlässig erledigt. Gleichzeitig lieferte das Team wesentliche Anstöße zu weiterer Optimierung.“
Bereits im September 2009 hatte KZA durch die Immobilienwirtschaft der Stadt Essen den Auftrag erhalten, das gesamte Schulgebäude mit seinen rund 6000 Quadratmetern energetisch zu modernisieren. Ein um 1900 errichtetes Klinkergebäude sowie drei weitere, aus den 1950er und 1960er Jahren stammende Stahlbetonskelettanbauten bilden die einzelnen Teile des Schulensembles. Diesen inhomogenen Gebäudeteilen energetisch und stilistisch innerhalb des Sanierungsbudgets gerecht zu werden, war die Aufgabe des Architektenteams. Entsprechend untersuchten und bewertete sie gemeinsam mit einem Energieberater die einzelnen Bauteile. Im Anschluss galt es, zu entscheiden, wo Fenster und Türen ausgetauscht, Außenwände und Dächer sowie zum Teil auch Kellerdecken gedämmt werden sollten. Die energetische Sanierung schließlich erfolgte nach den Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung aus dem Jahr 2009.
Innerhalb eines ambitionierten Terminkonzepts gelang es dem Team, eine 30 prozentige Reduzierung des Wärmedurchgangs und Energieverlusts bezogen auf die sanierten Bauteile umzusetzen. „In Zukunft wird der tatsächliche energetische Erfolg jedoch stark vom Lüftungsverhalten der Nutzer abhängen“, weiß der bauleitende KZA Architekt Jürgen Degräff. „Dazu haben wir alle Beteiligten im Laufe des Sanierungsprozesses informiert und sind optimistisch, dass alle Empfehlungen umgesetzt werden“. Zudem erhielten die Anbauten ein strukturiertes Fassadenbild aus Wärmedämmverbundsystemen, teilweise erneuerten und dämmten die Architekten das Dach, brachten an der Giebelseite Klinkerriemchen mit Wärmedämmung an, und die Gestaltung der neuen Fenster wurde dem Altbau angepasst. Für Lehrer und Schüler sicherlich am beeindruckendsten ist die neue Pausenhalle, die die Lern- und Wohlfühlqualität aller Beteiligten wesentlich verbessert.
KZA Projektleitung
Dipl.-Ing. Architekt (FH) Hans Protsch
KZA Projektteam
Dipl.-Ing. Architektin Nina Bendler
KZA Bauleitung
Dipl.-Ing. Architekt Jürgen Degräff
