Grand Dubai Pyramid
Gebäudedaten:
Standort: Falconcity of Wonders, DubaiPlanung / Baubeginn: 2005
Nutzung: Apartment-, Hotel- und Bürogebäude mit Shopping Mall und Eventbereich
Bauherr:
AlMoosa Investment Group, DubaiSüdwestlich von Dubai wird Falconcity, ein Stadtteil von Dubailand, entwickelt. Der Entwurf basiert auf einer Idee von Salem Ahmed Abdulla AlMoosa. Der städtebauliche Entwurf von Falconcity ist der Form des Falken nach empfunden, dem Wappentier von Dubai. Rund 4.000.000 qm werden hier mit verschiedensten Nutzungen belegt. Die Grand Dubai Pyramid definiert den Eingang des Stadtteils.
Sie entspricht in ihren Maßen 230,4×230,4 m Grundfläche und einer Höhe von 140 m den Abmessungen der Pyramide von Gizeh. Der Winkel der Seitenflächen beträgt 51°. Das oberirdisch umbaute Volumen entspricht rund 7.422.000 cbm. Die verglaste Außenhaut hat eine Fläche von rund 84.000 qm.
Die äußere Gestaltung der Grand Dubai Pyramid entspricht dem Ursprungsgedanken der Pyramide von Gizeh, die mit poliertem Kalksandstein verkleidet war. Der neu errichtete homogene Riesenkristall ist mit einer Glas-Solarfassade verkleidetet. Sie leuchtet in der Sonne und schimmert geheimnisvoll im Mondlicht.
Der luftige, lichtdurchflutete und kühle Innenraum der Grand Dubai Pyramid unterscheidet sich jedoch vollkommen von dem historischen Vorbild. Der Innenraum der Pyramide ist hohl. Das Basement bildet eine dreigeschossige Shoppingmall. Diese Mall bietet neben Verkaufsräumen viel Platz für Restaurants, Eislaufbahn, Bowling, Parken, Gartenlandschaften und eine großzügige Wasserfläche. Insgesamt stehen rund 83.400 qm für Shopping, Retail und Event zur Verfügung. In der Mitte steht ein frei eingestelltes markantes Hochhaus mit Kongresszentrum, Terrassengärten und einem Wasserfall. Genutzt wird dieses Gebäude mit 16.600 qm auf 24 Stockwerken als Hotel und oder Büro.
An der inneren Fassade der Pyramide liegen die Apartment röhren. Insgesamt entstehen auf 16 Geschossen 106.000 qm Wohnfläche. Bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 100 qm entspricht das rund 1060 Wohnungen. Die Apartmentröhren haben einen Abstand von rund 3,5 m untereinander und ermöglichen somit, dass der Innenraum der Pyramide eine direkte Verbindung zur Fassade hat. Durch diese Verbindungen fällt das Tageslicht tief in das Innere, so dass man den Eindruck gewinnt, sich in einem Außenraum zu bewegen.
Die Spitze der Pyramide ist den verschiedenen Restaurants, Bars und Clubs vorbehalten. Aufgebaut wie ein Kronleuchter hängen in Schichten die verschiedenen Ebenen, mit über 3000 qm, in der Spitze. Zwischen der Wohnungs- und der Restaurantzone liegt die großzügige Aussichtsplattform, die dem Besucher einen freien Blick auf Dubai, Dubailand und das Meer ermöglicht.
Die Grand Dubai Pyramid entspricht in ihren vielfältigen Nutzungen und den Anforderungen an die Erschließung eher einer kleinen Stadt als einem Gebäude.
Fußläufig wird die Pyramide über eine große Freitreppe ins erste Obergeschoss erschlossen. Von hier aus kann man sich frei in der Pyramide verteilen. Dabei helfen 46 Aufzüge mit 720 Haltestellen. 32 der Aufzüge sind gläserne Schrägaufzüge mit Panoramaausblick. Diese fahren im Winkel von 51° innerhalb der Pyramide sichtbar auf und ab. Die Aufzugsanzahl staffelt sich zur Pyramidenspitze hin ab und ist dadurch effektiv über das Gebäude verteilt. Mit ihrer Hilfe erreicht man die Apartments mit ihren „Ringwegen-Laubengängen“, die Aussichtplattform, die Pyramidenspitze wie auch die Parkebenen. Die Vertikalaufzüge verbinden einzelne Ebenen miteinander oder erschließen das Hochhaus im Zentrum.
Der Straßenverkehr wird über eine 6-spurige Strasse ins Gebäude geführt. Die komplette Ver- und Entsorgung, auch mit LKW-Verkehr, wird über diese Strasse abgewickelt und findet abgeschottet im Gebäudeinnern statt. Mittels Rampen und einen Kreisverkehr (Außendurchmesser rund 55 m) werden vier Geschosse angebunden und rund 4500 Stellplätze angedient.
Das Klimakonzept sieht eine Innenraumtemperatur von 24C° bei Außentemperaturen von 40C° und mehr vor. Die Kühlung wird über eine Kombination von Verschattung, Sonnenschutzglas, Betonkernaktivierung, Klimaanlage und Lüftung sichergestellt. Die für die Kühlung notwendige Energie wird zum Teil mit Hilfe der Solarzellen auf der Fassade gewonnen. Das natürliche Tageslicht wird über Öffnungen in der Wohnungsschicht tief in das Pyramideninnere geführt. Hierbei dienen die glänzenden Oberflächen der Apartmentröhren wie lichtlenkende Lamellen.
