Creativ-Centrum Erich Rohde KG
Gebäudedaten:
Standort: SchwalmstadtPlanung / Baubeginn: 1997
Fertigstellung: 1999
Nutzung: Design Zentrum für Entwicklung
Fläche: ca. 400 m²
Bauherr:
E. Rohde KG Schuhfabriken, SchwalmstadtDie Erich Rohde Schuhfabrik ist international tätig. Dem Gebäudeensemble aus Hauptverwaltung, Fertigungshallen und Lager wurde ein Creativ-Centrum als eigenständiger Baukörper hinzugefügt. Die Erschließung erfolgt über eine Brücke vom Verwaltungsgebäude sowie durch einen erdgeschossigen Verbindungsgang zu den Fertigungshallen.
Die Aufgabenstellung sah vor, dass vor allem im Hinblick auf eine optimale natürliche Belichtung des Innenraumes Maßstäbe gesetzt werden sollten. Es wurde ein Gebäudekörper entwickelt, der mit seiner verglasten Längsseite nach Süden und dem weitgehend geschlossenen Fassadenteil nach Norden orientiert ist. Die elliptische Gebäudeform verteilt das Licht gleichmäßig im Raum. Außenliegender Sonnenschutz und innerer Blendschutz ermöglichen eine Steuerung des Lichteinfalls und gewährleisten eine optimale Kontrolle der Erwärmung.
Das Dach wird durch gebogene Stahlbinder gehalten, die entlang der Südfassade auf Pendelstützen aufgelagert sind. Die Giebelwände und zwei weitere Wandscheiben aus Stahlbeton wurden zur Aussteifung der Stahlkonstruktion herangezogen.
Die Südfassade wurde raumhoch verglast und als Pfosten-Riegelfassade aus Stahlprofilen ausgebildet. Auf der gesamten Länge wurden nach außen öffnende Klappflügel angeordnet, die zusammen mit den verglasten Lamellen im Bereich des Dachfliegers eine optimale natürliche Belüftung sicherstellen. Auf künstliche Belüftung und den Einsatz einer Klimaanlage konnte damit verzichtet werden.
Die Nordfassade und die Dachfläche wurden als Warmdachkonstruktion mit industriell vorgefertigten Aluminiumbahnen konstruiert.
Der Innenraum wird bestimmt durch die sichtbar gebliebene Stahlkonstruktion und einen
U-förmigen Regalkubus. Die Raumtrennwände sind als Ganzglaswände konzipiert, wobei die konstruktiv notwendigen Stahlprofile auf ein Mindestmaß reduziert bleiben.
Bedingt durch die Vorgabe einer möglichst realistischen Farbwidergabe wurden Farben bei der Innenraumgestaltung nur akzentuiert eingesetzt. Bei den Möbeleinbauten kamen verschiedene Blautöne zum Einsatz, die im Wechselspiel mit Grautönen und gebürsteten Aluminiumflächen kombiniert wurden.
